Dreck

Monolog von Robert Schneider

Voller Poesie und provozierend direkt: TelleMe präsentiert Norman Stehr, der den heimatlosen Rosenverkäufer Sad spielt. Die Premiere findet am Sonntag, 02.02.2020 um 18 Uhr im Kasino Kornmarkt in Trier statt.

„Ich heiße Sad. In der englischen Sprache heißt sad traurig. – Seid nicht traurig. Ich bin nicht traurig. Nein, das bin ich nicht, obwohl ich Sad heiße und in einem Land lebe, in dem ich nicht das Recht habe zu leben. Seid nicht traurig. Das Land gehört euch.“ In einem großen Monolog erzählt Sad von seiner Herkunft, den Erinnerungen und seinen Träumen. Er lebt davon, in Restaurants Rosen zu verkaufen, schwärmt von Sauberkeit und Ordnung in diesem Land. Im Gegensatz dazu bezeichnet er sich selbst als Dreck. Deshalb muss er seine Hände waschen, bevor er die Rosen berührt. „Rosen haben nämlich eine Seele.“ Sad richtet den Hass, der ihm entgegenschlägt, gegen sich selbst. Voller Ironie und Emotionalität beschreibt er aus einer ungewöhnlichen Perspektive sein Leben in Deutschland. Dies geht nah und manchmal beschämt es auch. Mit großer Intensität bringt Sad nagende Zweifel sowie seine quälende Verzweiflung zum Ausdruck.

Robert Schneider (Schlafes Bruder) hat seinen erfolgreichsten Theatertext bereits 1993 geschrieben.
27 Jahre später berührt er immer noch in seiner Aktualität.

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Es spielt: Norman Stehr
Akustische Malerei: Olaf Simon
Inszenierung: Melanie Telle
Regieassistenz: Heike Steinlein
Kostüme: Yvonne Braschke
Fotos: Marco Piecuch
Licht und Ton: Matthias Lanz
Grafik: Sanja Meyer-Schwarzenberger

Karten: TICKET REGIONAL TRIER